|OKK| - Organ kritischer Kunst - organ of critical arts



Metanationale




Metanationale ist eine 2006 gegründete Künstlergruppe, welche die Wurzeln des Rassismus innerhalb der westlichen Kultur, anhand ihrer hierarchischen Strukturen untersucht. Metanationale wurde gegründet um Künstler_innen of Color ein Stimme zu geben und eine Plattform zu schaffen um die kunsttheoretischen Annäherungen an das Thema des Rassismus innerhalb der Kunst zu ermöglichen. Das Ziel ist es das Schweigen zu brechen und es in Aktion und Sprache zu verwandeln.

"Seit jeher ist das kunstlerische Feld Austragungsort sozialer und politischer Machtkampfe. Kunst hat die Fahigkeit, durch Reprasentation Herrschaftssysteme festzuschreiben oder infrage zu stellen. Damit kann beeinfl usst werden, wie wir als Individuen in unserer Gesellschaft positioniert werden und wie wir uns selbst positionieren. Gleichzeitig bestimmen gesellschaftliche Hierarchien auch innerhalb des Kunstbetriebes, wer zu Wort kommt, und wer zum Schweigen gebracht wird. Obwohl, und manchmal gerade weil damit fur Kunstler_innen of Color der Zugang zu etablierten kulturellen Institutionen sehr eingeschrankt wird, ist Kunst fur sie ein Mittel des Protests und des Widerstandes, mit dessen Hilfe sie neue, selbstbestimmte Bilder jenseits Weiser Zuschreibungen kreieren und damit diese haufig marginalisierten Perspektiven sichtbar machen.

Mit der Veranstaltungsreihe Re / Positionierung – Critical Whiteness / Perspectives of Color versuchten wir, einen Raum innerhalb des Berliner Kunstbetriebes zu schaffen, in dem Rassismus, Kritisches Weissein und Perspektiven of Color insbesondere auch im Hinblick auf die Rezeption von Kunstgeschichte und zeitgenossisches kunstlerisches Schaffen besprochen und reflektiert werden konnten. (...)
Die Reaktionen auf den von uns versendeten Open Call, die von Kunstler_innen aus der ganzen Welt und aus unterschiedlichen Medienbereichen kamen, zeigen jedoch die Relevanz der Thematik, die weit uber nationale Grenzen hinaus geht. Die Beitrage in Re / Positionierung demonstrieren verschiedene Herangehensweisen an ein Herrschaftsverhaltnis, dass – uber Generationen tradiert – sich immer wieder neu formiert und sich nicht zuletzt auch uber kunstlerische Reprasentation in kollektive Weltbilder einschreibt. (...)"


Sandrine Micossé Re-Positionierung / Metanationale 2009)


re- positionierung

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