|OKK| - Organ kritischer Kunst - organ of critical arts



Media Impact – Die Kunst in Interaktion mit dem Spektakel



Media Impact – Die Kunst in Interaktion mit dem Spektakel

Wenn man auf eine Biennale eingeladen wird, kann dies als Anerkennung für die eigene künstlerische Arbeit, auf internationalem Niveau, gewertet werden. Als Künstler ist es eine Ehre, sowohl beruflich als auch persönlich. Als Aktivist ist es der Anfang vieler Fragen und der Selbstkritik.
Die erste Fragestellung betrifft die künstlerische Arbeit selbst, es geht um die (Re)Präsentation der aktivistischen Arbeit (und Wirkung) in diesem spezifischen Fall; wie kann man das Hammerprojekt (und die anderen aktivistischen Positionen) in einem klassischen Ausstellungsmodul angemessen widergeben.
Die folgenden Fragen drehen sich um die theoretische Positionierung dem Spektakel gegenüber, in einem situationistischem Sinn (nach Debords) sowie die Ergebnisse aus der Teilnahme an medienaktivistischen Projekten und die daraus resultierende künstlerische Aufarbeitung des Prozesses wie zum Beispiel bei der Moskau Biennale.
Weitere Fragen drehen sich um die Einbettung der aktivistischen Kunst im landesspezifischen (nationalen) Kontext. Wie behandelt man die derzeitigen Strömungen und Gruppen, wie positioniert man sich ihnen gegenüber und wie sind sie in die aktuellen „Anti-Regierungs“ Proteste involviert.
Andere Fragen werfen die Arbeit innerhalb der Kollektive auf und Probleme die aus dem Urheberrecht heraus resultieren.

1. Die Frage der Repräsentation der aktivistischen Kunst in einem klassischen Kunst-Ausstellungs-Modul:
Als wir (Organ Kritischer Kunst) 2010 im Kollektiv, zusammen mit EclecticElectricCollective (EEC) und vielen anderen Einzelnen Künstler_innen den Aktivistenhammer entworfen und gebaut haben, um ihn dann zu den Protesten nach Mexico zu senden war uns allen klar, daß es sich hier um ein Artefakt des Protestes und nicht um ein museales Ausstellungskunstwerk handelt. Der Hammer wurde gebaut mit der, aus den Recherchen resultierenden Gewissheit (David Graeber „On the Phenomenology of giant puppets“), daß wenn er richtig eingesetzt wird und auch seine mediale Wirkung entfalten soll, wohl nicht mehr zu seinen Urhebern zurückkehren wird. Die mexikanische Polizei tat ihres dazu, um uns in unserer düsteren Vorahnung zu bestätigen und zerstörte ihn am letzten Aktionstag des COP16 Klima-Gipfels in Cancún. Wir haben uns nie die Tatsache vorgestellt, ihn posthum ausstellen zu müssen, was auf aktivistischer Seite sehr viel Skepsis auslöste.
Die aktivistische Kunst beinhaltet per se eine gewisse Resistenz gegen die klassische (white cube) Ausstellung, ja gegen das ganze elitäre Kunstsystem wie es sich im Mainstream hervorhebt und in tradierten Präsentationsmodellen darbietet. Die Ausarbeitung zu einem Re-presentationsstück für Ausstellungszwecke war deswegen nicht nur eine ideologische Grundfrage, sondern brachte auch rein technische Probleme mit sich. Bei der ethischen Fragestellung (Teilnahme an der Biennale) überwog dann die Entscheidung dahingehend, dass wenn man sich als Künstler schon keiner materiellen Existenz sicher sein kann, so muss doch der Wirkungsradius und die Vernetzung mit gleichgesinnten Kolleg_innen durch so markante Ereignisse wie der „Media Impact“ Vorschub geleistet werden, was sich im Nachhinein als äußerst wertvoll herausstellen sollte. Auch die Tatsache, dass die „Media Impact“ Ausstellung nicht an den offiziellen Strukturen festgemacht wurde, sondern durch die Kurator_innen autonom, außerhalb der offiziellen Förderungen zusammengetragen wurde, beeinflusste deutlich unsere Entscheidung zur Teilnahme.
Die formalen Fragen wurden in einer langen Abfolge von konzeptuellen und technischen Werkschritten erarbeitet. Von Anfang an war klar dass wir die plastische Symbolik  widergeben mussten. Also die Dimension und Materialität des Hammers sollte originalgetreu repräsentiert werden, was bedeutete, dass ein maßstabsgetreues Objekt gebaut werden musste. Wir entschieden uns den oberen Teil des Hammers zu bauen und dann im Inneren das, die Aktion beschreibende Video zu zeigen. So haben wir die Plastizität und Ästhetik der Repräsentation mit dem Ideologischen und dem Dokumentarischen koppeln können.

2. Die theoretische Positionierung gegenüber dem Spektakel (nach Debords) und die Resultate der Partizipation in medialen aktivistischen Projekten.
Die, nicht neue Diskussion um die Spektakularität und mediale Involviertheit von(aktivistischer) Kunst und was sie damit auslöst, ist auch hier wieder aufgekommen. Nach situationistischer Manier wird vom Kollektiv hinterfragt inwiefern man Medien oder Plattformen die dem Mainstream zuzuordnen sind überhaupt bedienen soll. Man will letztendlich nicht zum Teil einer kapitalistischen (finanz-) leistungsorientierten Medienmaschinerie werden, die zu bekämpfen man schließlich vorgibt und als dessen Zierde viele politische Künstler_innen weichgespült und instrumentalisiert enden. Die rein aktivistische Position besagt jedoch, dass präzise mediale Platzierungen durchaus als wichtige Tools im Aktivistischen Kampf um die Bilder sehr effektiv sein können. So bewegt man sich stetig auf einer Gratwanderung zwischen, ich nenn es mal „Ideological Correctness“ (denn im Grunde, auch wenn er undogmatisch geführt wird, ist der aktivistische Kampf immer politisch, somit auch ideologisch) und Pragmatismus. Ein anschauliches Beispiel hierfür wäre auch die ökologische Hinterfragung, des beim Hammerbau verwendeten Materials. Die Herstellung der silbernen Folie ist bestimmt alles andere als klimafreundlich, dennoch war sie die beste Option im visuellen und auch konstruktionstechnischem Sinne und es wurde somit mehrheitlich beschlossen, dass für dieses Projekt der visuelle Impact, dem materiellen-ökologischen Sinn erst mal vorgeschoben ist.
So sehr die Situationistische Position, möglichst dem Mainstream ( in Presse- und Kunstwelt) aus dem Wege zu gehen, ihre (ideo)logische Erklärung, der Vereinnahmung und Instrumentalisierung  folgen lässt, so klar ist jedoch auch, dass der Satz von Gil Scott Heron „the revolution will not be televised“, in der Ära der Social online Communities, Facebook, Twitter, Youtube und Handycams, seine damalige Gültigkeit verloren hat!
Jedoch sei beim Kampf um die medialen Bilder auch bedacht, dass die Botschaft nicht zu einer sensationalistischen Farce (z.B. zur Profilierung oder Heroisierung einiger Künstleregos) zur Effekthascherei verkümmert, sondern trotz knapper visueller, eher symbolischer Kodierungen auch einen politischen Effekt oder Diskurs anregen und dann dadurch reale soziale Veränderungen eintreten können.

3. Die aktivistische Kunst und ihre Einbettung in die derzeitigen Proteste
In Russland hat ja derzeit eine laute und sehr heterogene Masse den Protest gegen das Russische Regime auf die Straße getragen, welche auch radikal verschiedene politische Positionen in sich beherbergt. Es mag sein dass in einer Anfangsphase einer jeden Protestbewegung erst mal die kleinsten gemeinsamen Nenner, nämlich Aktivitäten als Protest gegen den derzeitig vorherrschenden Status quo gefunden werden müssen, jedoch ist eine politische Positionierung der einzelnen Künstlerkollektive unabdinglich und eine Abgrenzung von Reaktionären Tendenzen sollte schon früh ins Auge gefasst werden. Probleme mit Nationalisten, Faschisten und „Nationalen Autonomen“ sind in fast allen Aufständen (Griechenland/ Spanien/Occupy etc…) zu sehen und können zur ernsthaften Gefahr für die Sozial- und Protestbewegungen werden. Als Künstler und Kulturarbeiter ist es wichtig die Wege eines friedlichen Protestes gegen Gewalt, Willkürherrschaft und Repression aufzuzeigen und sich gegen die manchmal auch getarnten autoritären Tendenzen von wirren Ideologischen Ideen wehren. Die Nähe einiger (sehr) bekannter Russischer Künstleraktivistenkollektive zu militanten Parteigängern einer offenkundigen Querfront Ideologie kann einen schon nachdenklich stimmen hier lassen sich historische Linien hin zum futuristischen Italien ziehen oder in die politischen Wirren während der Weimarer Zeit wo „Seitenwechsel“ und politisch eigentlich nicht denkbare Legierungen versucht wurden! Diese Anmerkungen mache ich nicht nur aus der Deutschen Geschichte heraus und die daraus resultierende Verantwortung solche Probleme zu benennen und zu kritisieren sondern um grundsätzlich der Tendenz entgegenzuwirken, dass eine weitere Hinterfragung der Gewaltanwendung und des Autoritarismus innerhalb (und außerhalb) der Kunst, hinter dem Vorwand der künstlerischen Freiheit, gänzlich eingestellt wird. Denn die Tendenzen zu sozio-politischem Obskurantismus oder gar hin zu faschistoiden Zügen müssen unverzüglich kenntlich gemacht werden.
Viel Hoffnung hingegen wirft die Vielfalt auf, an künstlerischem Aktivismus abseits solcher eben benannten Schattenseiten mit der die Proteste in Russland, vor allem in den Metropolen begleitet werden. Die Sponti Wollmaskenpunkgruppe “ Pussy Riot“ bietet mit ihrem Protest zum Beispiel einen sehr einfallsreichen und frischen Aktivismus, der im Kampf um soziale und politische Evolutionen von enormer Bedeutung sein kann.

4. Fragen nach der Autorenschaft und dem Urheberecht bei kollektiven Arbeiten und Projekten
Wie heikel selbst in Künstlerkollektiven, die sich der subversiven Aktion bedienen und in der weitgehend individuellen Anonymität agieren die Urheberschaftsfrage ist, hat der Fall um den „Aufruf zum Boykott der 4.Biennale Moskau“ der Gruppe Voina im September 2011 gezeigt. Das Künstlerego und der medial repräsentative Umgang mit ihm, ist anscheinend manchmal doch noch gewichtiger als der klare Sachverstand um grundlegende Dinge in Fragen der Autorenschaft und der Verwendung von Namen eines Labels, dass sich als offenes Kollektiv begreift, zu klären.
In vielen Projekten mit mehreren Beteiligten Gruppen und vielen Einzelpersonen gibt es Probleme auf dem Feld der Aneignung von Symbolen und Ideen, folglich müssen die Zugriffe auf, und die Verwendungen von Namen, Labels, Aktionen und Produkten im Vorfeld geklärt sein und auch gegebenenfalls benannt werden wenn Unklarheiten bestehen oder Streitigkeiten entstehen. Es ist nach wie vor das Selbstverständnis der Gesellschaft über die Kunst, aber auch vieler Künstler_innen selbst, dass eine Person, als solche (oder eine prädestinierte Gruppe weniger) den alleinigen und elitären Anspruch auf eine Idee oder ein (Projekt)Werk hat. Ein Verständnis das noch aus dem Gedanke an den Menschen als Einzelperson, als schöpferisches Individuum, alleiniger genialer Kreator herrlicher Dinge - aus der Renaissance herrührt. Der Künstler als kollektiv kreierendes Wesen ist erst noch auf dem Vormarsch, umso weniger sollte man sich durch vermeintlich glänzende Koryphäen des Aktionismus in der Kunst und deren skurrilen politischen Militanten Kameraden blenden lassen. Die Legitimität der Revolte als sozialer Auslöser (und Urheber), liegt weit über der Legitimität einzelner Künstlerpositionen (oder Kuratorenanimositäten) auf alleinige Autorität in (Kollektiv)Fragen ästhetischer und struktureller Natur .
Wie dem auch sei ai weiwei,
… somit bleiben wir nach wie vor bei den kritischen Fragen, welche alltäglich die Arbeit und Entwicklung politisch motivierter Projekte an der Schnittstelle zwischen Kunst und Aktivismus begleiten werden … und mögen sie uns nicht ausgehen wollen! Woran wir arbeiten müssen ist, an einem Plädoyer für eine emanzipierte Aktivistische Kunst frei von romantizistischen, dogmatischen und autoritären Vorstellungen!


alt


MEDIA IMPACT - Special Programm 4th Biennale Moscow

ARTPLAY Moscow
Москва, Н. Сыромятническая ул., д.10.

Media Impact is a special Project from the 4th biennale/moscow and okk/room29 is invited to present projects between art and activism. following positions will be shown int the exhibition at artplay moscow:

1.okk/raum29 (kik-box project / metanationale / a.o.) (videoinstallation, 2007-2011)
2.eclectic electric collective / okk: "el martillo" - the activist hammer (installation, 2011)
3.PaintSyndicate - „Shanghai Kappa Girl“ (paintings / videoinstallation, 2011)
4.office for applied poetic terrorism (installation / objects 2007-2011)
5.Zorka Lednarova: - „Greetings from Moscow“ (Postcards / Lenticular Print, 2011)
6.Juan Pablo Diaz: - "Weapon Icons" (Serigraphic print on paper, 2011)

September 26 - 19.00 Pablo Hermann & Robert Huber (Germany). Art and Protest. Political Art Practice between Art and Activism. Lecture


http://www.artplay.ru/
http://4th.moscowbiennale.ru/


Moscow / Russia

24.09 - 11.10.2011
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A short description of the production and the installation of the second activist-hammer for “Media Impact. International Festival of Activist Art” 4th biennale Moscow 2011.

After the definitive decision of eclectic electric members not to participate at the project for the biennale Moscow, okk looked forward to realize the purpose elaborated by eec and okk.

The first step was to build a team of workers and a team of installators for the exhibition in ARTPLAY/Moscow with exhibition at 24th of September 2011 (duration until 11th of october)

The new team was composed by:
Juan Pablo Díaz (okk-moscow)
Ricardo Ramirez(father of the hammer/okk-berlin)
Pablo Hermann (okk-moscow)
Marcelo Arteaga (okk-berlin)
Miquele Lazar (okk-berlin)
Robert(o) Hubert(o)(paint syndicate - moscow)


It was clear that we wouldn’t present an inflatable again, but we wanted to use the same material and the same form for constructing the installation. The next problem was to build the installation by maintaining the real dimensions of the first activist hammer sent to Mexico. So the idea was to construct the head of the hammer in its original dimensions and to install a video-screening inside the construction. Then the visitors can enter into the hammer and see the video of the project started 2010 in Berlin/Wedding at okk/room29 by eclectic electric collective and okk.



It was obvious that the structure of the hammer, as it was constructed for inflate, could not be the same as the construction we needed to develop for the second one. We asked Ricardo if he can imagine to build this structure, or skeleton for the hammerhead. (he is an Columbian artist based in Berlin and he works with giant puppets and costumes for the Carnival of cultures).
The idea to use wood was rejected soon, because of the weight and inflexibility. So the indicated material was glass-fiber, which was not really cheap to get but it was the only material we could use for our idea. The skeleton we needed was like the grid of a tent, with connectable pieces and middle sections. Ricardo spent like three days developing this special pieces and he masterly resolved the technical and the material problems.

Technical specifications:
Fiber tubes 10mm for the structure-bars
Fiber tubes 3mm for the entrance structure (upright piece)
Aluminium tubes 11mm for the corner pieces
Macrolon-pieces for the junctions (triangular-star-structure for the 90° angles) and stabilization-triangle-piece.


(Table with materials and tools, okk sept.2011)

The fortune definitely was on our side, Ricardo also was an excellent sewer and he organized and composed the hammer sewing into two days, with 10 hands an almostly routine-work, with beer und wurst and full pipes!
Also we had the sketches from Artur and input from Maria, from the first workshop in autumn 2010, which were very usefull as the base of new calculations and modifications on the structure.



The construction and experimentation of the skeleton-structure was worked bottom up, (a little detail which costs us a lot of nerves in Moscow!) so we could crawl inside the huge hammer by building it step by step from his own interior.



We noticed that the structure is weak and not strong enough to hold the entire weight and tenseness, so it was necessary to built an additional structure to tide over the different blankets.
This additional pieces, are the only ones made out of wooden cubes, the material we initially wanted to use for the entire shape.



The work of measuring and cutting the whole pieces (about hundred meters of tubes being connected) was a meticulous and bloody nerve-wracking activity! Considering a few of centimeters of each piece to ensure that we will have a template and tensed hammerhead. But after a week the hammer was ready to get packed and brought to Moscow. The application of vacuum-bags (you can disinflate it with a common hoover) is very usefull, so you can reduce the volume to a minimum of space. The silver plastic piece, you can see at the left of the photo is the complete material compacted!!!



The costs for the materials we needed was about 800 € (the most expensive was the fiber-bars), not counting the work of 4 people during 4 weeks.

The re-construction in moskow: Artplay



We meet a lot of interesting people there and we were friendly received by our Russian colleagues and curator Tatiana Volkova. Our home was the atelier of the Russian artist Roman Minaev, a co-curator of the -Media Impact- project. And we had a good room for living and working.
Unfortunately we were not as mobile and communicated as we would be in Berlin and it was difficult to get some materials or tools(Cyrillic script is a real defiance when you arrived the first time in Russia). Juan Pablo was weaponed with the basic tools so it was easier for us proceeding with the real challenge to build the installation. Masha a student of art history was volunteer to help us buying and finding materials, without her help we would have been lost. The deprived situation of tools and materials at the exhibition place is incredible. There was no ladder no desks no chairs at all to build an stable entrance into the structure of our installation-piece. So we decided to construct it by lying on the side, which turns out as an grave mistake, afterwards by tensing the hanged hammer. But anyway … I think there is nothing more embarrassing than no – or false tools for working. There was one screwdriver for 50 persons working – I think with this simple example everything about the working conditions is said! Eec would have been lost by nerves !
We needed fife days for installing the hammer!
Different circumstances impeded the perfect rebuilding of the hammer. One of our discussed items was the stability of the ends of the corners (photo below) where the bars come together and develop a high tension and force which has to be stabilized. We never resolved this technical problem, so we were not able to bring the complete convexed tension on our structure, so we only reached to construct a shriveled hammer!



After all the Russians said we shouldn´t be worried about the conditions, everything will be allright at last minute. And the prophecy was real: last minute we cleaned up the place, installed all our works and videos and I could give a performance of the office of applied poetic terrorism.



The Monday 26th of September we held a lecture about our collective works and the structures of okk and applied methods of the work of paint syndicate. We were supported by and worked together with the compost team, Camille and Julie which made an illustrated interactive presentation of the items we spoke about.


Julie Bellanca from kom.post
http://www.kompost.me/mediaimpact/


Robert Huber explaining his work “Kappa Girl” during the talk about Art and Protest - Political Art Practice between Art and Activism. We invited kom.post for transforming with us the usual frame of the lecture into a shared ground of discussions and exchanges between the artists, theoricians and the diverse audience.


(((p))) – okk/raum29
Text: Pablo Hermann
Photos: Juan Pablo Díaz / Pablo Hermann









 
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